Zusammenwachsen


Dass die beiden Kirchengemeinden Löchgau zusammenwachsen wollen, haben Sie sicher schon mitbekommen. Der letzte Gemeindebrief, den Sie im vergangenen Advent erhalten haben, war deshalb auch etwas eigenartig. Der, den Sie hier in Händen halten, ist der erste „richtige“ gemeinsame Gemeindebrief. Sie sehen: Wir sind auf dem Weg.
Viel hat sich seither getan und die nötigen Beschlüsse sind gefasst. Was das bedeutet, wurde am 24. März nach den Gottesdiensten in Gemeindeversammlungen an beiden Orten vorgestellt.
Nach einem „Kirchenkaffee“ begrüßten Pfarrerin Lächler bzw. Pfarrer Maisenbacher die Anwesenden, ganz besonders die Vertreter der jeweils anderen Gemeinde. In Freudental war der Vorsitzende des Kirchengemeinderats in Löchgau, Uwe Dold, zu Gast, in Löchgau Armin Baumgärtner als Mitglied des Kirchengemeinderats Freudental.
In einem kurzen Bericht schauten diese zuerst zurück auf den Weg, den die beiden Gemeinden bisher schon gemeinsam gegangen sind, und wie sich die Löchgauer und Freudentaler bei etlichen gemeinsamen Veranstaltungen und Gottesdiensten sich bereits näher gekommen sind, so z.B. bei den Erntebittgottesdiensten, bei einer Waldweihnachtsfeier, gemeinsamen Bibelwochen und vielen Anlässen mehr. Auch berichteten sie von der einmütigen, harmonischen und stets zielgerichteten Zusammenarbeit der beiden Kirchengemeinderatsgremien in den beiden zurückliegenden Jahren, die in einer gemeinsamen Klausurtagung Ende Februar gipfelten. Sie zeigten sich überzeugt, dass der eingeschlagene Weg des Zusammenwachsens der richtige sei. Der Zusammenschluss der beiden Gemeinden bringe zwar mit sich, dass manches Gewohnte nicht mehr in derselben Weise bestehen bliebe, aber doch böten sich auch ganz neue Chancen und Möglichkeiten.

Nach diesem Rückblick stellten Pfarrerin Lächler bzw. Pfarrer Maisenbacher vor, was sich ab dem 1. Dezember verändern wird:

    Aus den beiden bisher selbständigen Kirchengemeinden wird nun eine gemeinsame unter dem Namen „Evangelische Kirchengemeinde Löchgau-Freudental“ mit rund 3.500 Gemein-degliedern und mit einem geschäftsführenden Pfarramt in Löchgau.
    Dieser neuen und größeren Gemeinde werden spätestens 2024 eineinhalb Pfarrstellen zugeordnet sein (bisher: 1,75).
    Das „geschäftsführende“ Pfarramt wird in Löchgau sein. Dort laufen die Fäden zusammen. Bis auf Weiteres bleibt aber das Pfarrbüro in Freudental erhalten.
    Alle Gebäude, alle Finanzmittel und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in der neuen Gemeinde zusammengeführt. (Zweck- und ortsgebundene Mittel oder auch Spenden behalten aber ihre Zweckbindung.)
    Ein gemeinsamer Kirchengemeinderat wird die Geschicke der gesamten Gemeinde lenken. Dieser besteht aus 12 gewählten Mitgliedern, von denen acht aus Löchgau und vier aus Freudental kommen und bereits bei der nächsten Wahl am 1. Dezember 2019 in „unechter Teilortswahl“ gewählt werden. Daneben sollen für beide Orte so genannte „Ortsausschüsse“ installiert werden, die sich um die Belange vor Ort kümmern (Gebäude, Feste, kommunale Ereignisse usw.).
    Die Zusammenarbeit muss ich auf vielen Feldern erst noch entwickeln (z.B. in der Konfirmandenarbeit) – damit wir nicht nur zusammenwachsen, sondern auch zusammen wachsen.

Unter dem Motto „gemeinsam sind wir stärker“ soll nun vieles in der Gemeindearbeit gemeinsam geplant und durchgeführt werden. Vieles davon finden Sie ja bereits in diesem Gemeindebrief.

Und was bleibt?
    An beiden Orten soll es an den Sonn- Feiertagen ein Gottesdienst gefeiert werden. Spätestens wenn die Reduzierung der Pfarrstellen greift, wohl nicht mehr immer parallel um 10 Uhr (einen Vorgeschmack darauf gibt es ja jetzt schon in der Ur-laubszeit). Zu besonderen Anlässen feiern wir jetzt schon gemeinsam (Erntebitt-Gottesdienst, Himmelfahrt…). Und ge-meinsam ist es ja auch viel schöner
    Die (nebenberuflichen) Mitarbeiterinnen werden weiterbe-schäftigt.
    Die bestehenden Gruppen und Kreise können in gewohnter Weise weitermachen. (Ein Blick in den je anderen Ort erweitert jedoch das Angebot!).
    Auch weiterhin wird es Veranstaltungen auf Ortsebene geben: z.B. Gemeindefeste, Konfirmationen, Jubiläen usw.
    Löchgau wird als eigener Seelsorgebezirk der Pfarrstelle mit 100 % zugeordnet, Freudental der Pfarrstelle mit 50 %. (Vorerst bleibt also Pfarrerin Lächler für Löchgau zuständig, Pfarrer Maisenbacher für Freudental).